Zwei Teams der Gegensätze warten am Wochenende auf den Herner EV!

„Die Piranhas spielen sehr defensiv, die Scorpions dagegen sehr offensiv“. So charakterisiert Cheftrainer Danny Albrecht die beiden Gegner des Herner EV am Wochenende. Am Freitag empfangen die Gysenberger ab 20 Uhr die Rostock Piranhas in der heimischen Hannibal-Arena, am Sonntag geht die wöchentliche Auswärtsfahrt in die Wedemark.

Die Partie bei den Hannover Scorpions beginnt um 18 Uhr in der hus de groot EISARENA in Mellendorf. Der HEV geht als Tabellenführer mit der besten Abwehr und der besten Tordifferenz in das fünfte Wochenende der Oberliga Nord. Darauf ausruhen können sich die Grün-Weiß-Roten allerdings nicht. Die Scorpions liegen nur zwei Punkte dahinter auf Platz drei und die bestens aus den Startlöchern gekommenen Piranhas stehen auf Platz fünf der Tabelle. „Wir schauen zuerst auf das Heimspiel am Freitag gegen Rostock. Das verlangt volle Konzentration gegen einen sehr unangenehmen Gegner, ab Samstag beschäftigen wir uns mit den Scorpions“ meint Danny Albrecht.

Zur Situation beim HEV
In dieser Woche herrschte viel Betrieb beim Training am Gysenberg. Nicht nur dass der langzeiterkrankte Julius Bauermeister wieder seine ersten Schritte auf dem Eis machen konnte, auch Artjom Alexandrov konnte mit einer Gipsmanschette zumindest einige Runden auf dem Eis drehen. Bei beiden ist natürlich noch nicht an Spieleinsätzen zu denken. Bei Alexandrov hofft Danny Albrecht darauf, dass der 21-jährige nach der Länderspielpause Mitte November wieder angreifen kann. Auch einige junge Iserlohner Spieler waren beim HEV-Training mit auf dem Eis. „Durch die Herbstferien konnten Alexander Blank, Alexander Asmus, David Kirchhoff, Marlon Polter und Leonardo Stroh aus der DNLII-Mannschaft bei uns mit trainieren. Wir haben ja nicht nur eine Kooperation mit den Roosters sondern auch mit dem Iserlohner Nachwuchs. Das ist eine gute Sache, da können die jungen Spieler schon einmal bei den ‚Großen‘ hinein schnuppern“ erläutert Danny Albrecht.

Da die Roosters an diesem Donnerstag bereits in der DEL spielen, wird am Freitag gegen Rostock Verteidiger Tobias Schmitz auf jeden Fall für den HEV spielen können. Ein eventueller Einsatz von Anthony Calabrese, der letztes Wochenende verletzungsbedingt fehlte, wird sich erst kurzfristig am Freitag entscheiden. Das gilt auch für Stürmer Dominik Piskor, der ebenfalls an einer Verletzung laboriert. Der Herner EV geht dennoch gut gerüstet in das Wochenende. „Wir müssen defensiv unsere Arbeit besser machen, nicht nur nach vorne spielen. Und natürlich eine durchgehende Konzentration zeigen, damit wir unsere gute Ausgangslage in der Tabelle festigen können“ gibt Danny Albrecht eine klare Parole für die Spiele gegen die Piranhas und die Scorpions aus. „Gegen die Piranhas müssen wir aufpassen, dass wir nicht in deren Konter laufen. Da ist Ruhe und Geduld gefragt. Gegen die Scorpions müssen wir Unterzahlspiele vermeiden. Ihr Powerplay ist immer sehr gefährlich.“ Das des HEV übrigens auch, 13 der bisherigen 36 Treffer wurden in Überzahl geschossen.

Die Gegner
Die Rostock Piranhas landeten in der letzten Saison einen Platz hinter dem HEV in der Hauptrunde auf Rang sieben, setzten sich in den Pre-Playoffs gegen Erfurt durch und scheiterten dann im Playoff-Achtelfinale am späteren Aufsteiger Landshut. In diese Spielzeit startete das Team von der Ostsee mit drei Siegen gegen Krefeld, Halle und Duisburg. Dann folgten Niederlagen gegen Indians, Scorpions und Trappers, bevor es am letzten Wochenende wieder zwei Siege auswärts in Essen und zuhause gegen Hamburg gab. Die Bilanz des HEV seit 2015 ist bei 13 Duellen mit 8 Siegen positiv. Aber die 5 Piranhas Siege, unter anderem in der letzten Saison am Gysenberg, zeigen die Gefährlichkeit des Gegners, der nie unterschätzt werden darf. Christian Koopmann, Tomas Kurka und Neuzugang Roman Tomanek führen bei den Piranhas die interne Scorerliste an.

In der Scorerliste der Oberliga Nord liegen mit Björn Bombis, Patrick Schmid und Dennis Schütt gleich drei Spieler der Scorpions auf den ersten drei Plätzen. Dieses Trio hat zusammen auch 17 der insgesamt 32 Treffer des Teams aus der Wedemark erzielt. Nach dem verletzungsbedingt längeren Ausfall von Julien Pelletier haben die Scorpions kurzfristig mit Kevin Miller einen neuen Stürmer verpflichtet. Der 25-jährige Kanadier ist in Deutschland noch ein unbeschriebenes Blatt, will aber nun die Chance nutzen um sich auch hier zu beweisen. Die Bilanz des HEV gegen die Scorpions seit 2015 ist zwar bei 8 Siegen aus 10 Duellen ausgesprochen positiv, auch auswärts. Da gab es in der letzten Saison zum Abschluss der Hauptrunde nach zuvor vier Siegen in Folge aber eine 3:7-Niederlage. Neben den Tilburg Trappers zählen die Hannover Scorpions auch in dieser Saison zu den Top-Favoriten der Oberliga Nord, so dass das Team vom Gysenberg am Sonntag mit großem Respekt, aber auch mit Selbstbewusstsein in die Wedemark fährt.

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