Miners erkämpfen sich ein Sechs-Punkte-Wochenende und Platz acht

Nachdem der HEV am Freitag auswärts gegen die Herforder Ice Dragons gewann, sicherten sich die Miners am Sonntag vor heimischem Publikum den nächsten Sieg gegen die Hammer Eisbären und konnten sich damit ein Sechs-Punkte-Wochenende erkämpfen, was die Miners aktuell auf den achten Tabellenplatz bringt. Die Situation in der Liga bleibt jedoch eng: Im Kampf um Platz acht trennt alle beteiligten Teams weiterhin nur einen Punkt.

Herforder EV – Herner EV, 20.02.2026:
Wie so häufig in den letzten Wochen startete Herne druckvoll in die Partie, sodass Herford erst in der 3. Spielminute den ersten richtigen Torschuss setzen konnte. Danach wurde das Spiel ausgeglichener. Nach einer ungeordneten Situation in der 11. Spielminute erzielten die Ice Dragons den ersten Treffer der Partie. Leon Köhler spielte Dean Döge gut aus, sodass dieser aus der Position war. Mátyás Kovács musste die Scheibe dann nur noch zum 1:0 einschieben. Auf der anderen Seite belohnte sich dann aber auch Hernes zweite Reihe: Marc Hofmann setzte sich gut gegen den Herforder Verteidiger durch und legte mustergültig für Marius Demmler auf, der seinen eigenen Nachschuss verwertete und das Spiel für kurze Zeit ausglich. Herfords Topscorer Ryley Lindgren bewies dann, warum er den „Goldenen Helm“ trägt und brachte die Ice Dragons erneut in Führung. Der Kanadier suchte in der 18. Minute den Abschluss, blieb allerdings zunächst an einem Herner Verteidiger hängen. Doch auch er nahm seinen eigenen Nachschuss und schloss unhaltbar für Döge über die Schulter zum 2:1 ab.

Im zweiten Drittel waren die Miners dann drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Unter anderem Lenny Schmitz scheiterte in der 25. Spielminute nur knapp an Herford-Goalie Urbisch und auch Niklas Heyer konnte den Ausgleich nicht erzielen, als er frei im Slot am Pfosten scheiterte. Zum Ende des Drittels zog Herne noch eine Strafe, wodurch Herford in Überzahl agierte. Die Gastgeber erspielten sich zwar einige Chancen, Herne überzeugte jedoch mit gutem Penaltykilling und der stark aufgelegte Döge hielt die Miners im Spiel. Mit dem Stand von 2:1 ging es dann in das letzte Drittel.

Im letzten Spielabschnitt war Herne dann wieder mehr am Drücker und erzwang sich das Momentum. In einer Drucksituation der Miners spielte ein Herforder Verteidiger einen blinden Pass in den Slot, den Nick Ford abfangen konnte. Jakub Urbisch war aus der Position, wodurch Ford zum 2:2-Ausgleichstreffer einnetzen konnte. In der 53. Spielminute war es Matteo Stöhr, der Herne mit einer guten Einzelaktion fast in Führung brachte. Urbisch parierte den Schuss jedoch. Das Bully, das durch die Parade von Urbisch entstand, nutzten die Miners dann aber: Nick Ford fand den im Slot freistehenden Hugo Enock, der an diesem Abend als Angreifer fungierte. Dieser fackelte nicht lange und erzielte mit einem satten Schlagschuss das 3:2 für Herne. Der HEV verteidigte daraufhin leidenschaftlich das eigene Gehäuse, blockte Schüsse und war immer nah am Gegenspieler. Auch der sechste Feldspieler brachte für Herford nicht den entscheidenden Schub, wodurch die Miners nach einem harten Kampf am Ende siegreich vom Eis gingen und sich somit drei wichtige Punkte sichern konnten.

1:0 [10:22] Mátyás Kovács (Makuzki/Köhler)
1:1 [14:00] Demmler (Hofmann/Bräuner)
2:1 [17:32] Lindgren (Woltmann/Pierson)
2:2 [47:54] Ford (Bräuner/Demmler)
2:3 [52:55] Enock (Ford/Herbold)

Strafen: 8 – 4
Zuschauer: 815

Highlights der Partie
Offizielle Statistik des DEB
Pressekonferenz nach dem Spiel

Herner EV – Hammer Eisbären, 22.02.2026:
Das Spiel war geprägt von starken Torhütern, so hatten beide Teams mehrere Chancen, in Führung zu gehen. Sowohl Kyle Hagen als auch Rodion Schumacher hatten aber zu Beginn etwas dagegen. Nach einem Herner Doppelschlag war Kyle Hagen dann jedoch gleich zwei Mal geschlagen: Erst setzte sich Sofiene Bräuner in der 7. Spielminute gut mit einer Einzelaktion gegen den Verteidiger der Hammer durch und suchte den Abschluss. Kyle Hagen parierte, die Scheibe flog knapp drei Meter in die Höhe und landete dann auf dem Schläger von Demmler, der abzog und das 1:0 für die Miners erzielte. 25 Sekunden später kam der HEV wieder vor das Tor der Eisbären. Ein Schuss von Niklas Heyer prallte hinter dem Tor gegen die Bande und sprang vor das Tor der Eisbären, wo Matteo Stöhr goldrichtig stand und Kyle Hagen zum 2:0 überwand. Mit diesem Ergebnis ging es in die Drittelpause.

In das zweite Drittel starteten dann die Eisbären besser. Sie drängten auf den Anschlusstreffer und erzielten diesen dann auch in der 32. Minute. Christian Schiling lief am langen Pfosten ein und erhielt einen perfekten Pass von Fabio Frick, wodurch Schiling nur noch den Schläger reinhalten musste. Vier Minuten später erhöhte Herne zwar im Powerplay auf Vorlage von Nifosi durch Nick Ford wieder auf 3:1, im direkten Bully danach setzte sich Pontus Wernerson-Libäck aber unnachahmlich gegen die Herner Defensive durch und verringerte den Abstand wieder auf ein Tor.

Im letzten Drittel schafften die Eisbären dann endgültig das Comeback, als Neuzugang Adam Berg im Nachschuss den 3:3-Ausgleichstreffer erzielte. Anschließend wurde das Spiel ruppiger und auf beiden Seiten gab es mehrere Strafen. Sechs Sekunden vor Schluss zogen die Eisbären noch eine weitere Strafe, wodurch die Miners in der Overtime eine 5-auf-3-Überzahlsituation hätten. Doch entgegen allen Erwartungen brach Euphorie am Gysenberg aus, als Ford das Bully gewann, Tommy Munichiello den Puck zu Hugo Enock rüberlegte und dieser – wie am Freitag – nicht lange fackelte und einen Schlagschuss setzte. Die Scheibe wurde durch einen Hammer-Verteidiger unhaltbar für Hagen abgefälscht und schlug drei Sekunden vor Schluss im Netz der Eisbären ein. Endstand: 4:3.

Die Miners sichern sich damit ein Sechs-Punkte-Wochenende und finden sich durch die anderen Ergebnisse der Zwischenrunde aktuell auf Platz acht wieder.

1:0 [06:08] Demmler (Bräuner/Hofmann)
2:0 [06:32] Stöhr (Heyer/Pfeifer)
2:1 [31:29] Schilling (Frick/Zuravlev)
3:1 [35:23] Ford (Nifosi/Enock) PP1
3:2 [35:31] P. Wernerson-Libäck (Frick/L. Wernerson-Libäck)
3:3 [40:39] Berg (Frick/Zuravlev)
4:3 [59:56] Enock (Munichiello/Ford)

Strafen: 18 – 19
Zuschauer: 946
SpradeTV-Buchungen: 223

Highlights der Partie
Offizielle Statistik des DEB
Pressekonferenz nach dem Spiel