Der HEV verabschiedet sich in die Sommerpause

Nachdem sich der Herner EV am letzten Wochenende sechs Punkte erkämpfen konnte, gingen die Miners in den letzten drei Spielen der Saison 2025/26 nicht mehr siegreich vom Eis. Nach der Niederlage am Sonntagabend gegen Rostock stand fest, dass der HEV keine Chance mehr hat, die Playoffs zu erreichen. Die Partie gegen die Black Dragons Erfurt war also das letzte Spiel der Saison 2025/26 für die Miners.

Herner EV – Icefighters Leipzig, 27.02.2026:
Am Freitagabend waren die Miners bis zehn Minuten vor Schluss die überlegene Mannschaft, das Endergebnis war für den HEV am Ende aber umso enttäuschender.

Das Spiel begann in der 7. Spielminute mit dem Treffer durch Daniel Schwamberger, der sich gezielt vor dem Tor positionierte und zum 1:0 unhaltbar für Schumacher über die Schulter abfälschte. Herne erspielte sich weiter vielversprechende Chancen, scheiterte an diesem Abend aber – wie über das gesamte Wochenende – an der eigenen Chancenverwertung. In der 13. Spielminute legte dann Leipzig den zweiten Treffer nach. Nach guter Vorarbeit von Schumacher und Volkmann musste Chad Bassen nur noch ins leere Tor einschieben. Dann konnte Herne endlich eine seiner Chancen nutzen, als Tommy Munichiello in der 14. Minute seine Tor¬flaute beendete und zum 1:2 Anschlusstreffer einnetzen konnte. Wenig später erhöhte Leipzig auf 1:3. Eriksson überwand Rodion Schumacher mit einem strammen Schlagschuss über die Schulter. Mit diesem Spielstand ging es in die Drittelpause. Zwanzig Schüsse der Miners und nur ein Tor sprachen nach dem ersten Drittel für sich. Ein starker Konstantin Kessler, der Pfosten und die eigene Chancenverwertung ließen an diesem Abend nur selten Tore der Herner zu.

Dann schaffte Herne durch eine gute Einzelaktion jedoch den erneuten Anschlusstreffer. Demmler setzte sich stark gegen die gesamte Leipziger Defensive durch und legte gut für Nifosi auf, der unhaltbar für Kessler in den Winkel zum 2:3 abzog. Danach agierte Herne wieder druckvoller, Leipzig ließ aber nicht viel Hoffnung aufkommen, als das Team in der 42. Spielminute auf 2:4 erhöhte. Lukas Vantuch bekam zu viel Platz und konnte ohne Probleme im Powerplay einnetzen. Enock erzielte dann – ebenfalls im Powerplay – den dritten Anschlusstreffer der Miners an diesem Abend. Nur 13 Sekunden später gelang Leipzig im direkten Gegenzug aber das 3:5, was den Nackenschlag in dieser Partie bedeutete. Danach gingen die Köpfe der Miners allmählich herunter, worunter auch die Defensivleistung der Grün-Weiß-Roten litt. In den letzten zehn Minuten erzielten die Icefighters gleich vier Treffer. Yannic Bauer markierte in der 51. Spielminute das 3:6, Luke Volkmann legte in der 52. Minute sogar das 3:7 nach. Chad Bassen erhöhte in der 55. Spielminute auf 3:8. Herne erzielte jedoch im direkten Gegenzug durch Nick Ford das 4:8. Daniel Visner setzte schließlich mit dem letzten Treffer des Abends den Schlusspunkt zum 4:9.

0:1 [06:36] Schwamberger (Alasaari/Vantuch)
0:2 [12:32] Bassen (Volkmann/Schumacher)
1:2 [13:30] Munichiello (Rennert/Ford)
1:3 [17:12] Eriksson (Alasaari/Schumacher) PP1
2:3 [28:59] Nifosi (Demmler/Bräuner)
2:4 [41:54] Vantuch (Schwamberger/Volkmann) PP1
3:4 [43:37] Enock (Ford/Nifosi) PP1
3:5 [43:50] Volkmann (Bassen/Schumacher)
3:6 [50:10] Bauer (Visner/Detig)
3:7 [51:26] Volkmann (Schumacher/Alasaari)
3:8 [54:34] Bassen (Schumacher/Volkmann)
4:8 [54:44] Ford (Rennert/Enock)
4:9 [58:41] Visner (Bauer/Detig)

Strafen: 9 – 17
Zuschauer: 1144

Highlights der Partie
Offizielle Statistik des DEB
Pressekonferenz nach dem Spiel

Rostock Piranhas – Herner EV, 01.03.2026:
Die Chance auf die Playoffs war für die Miners in diesem Spiel zwar schon gering, sie war jedoch noch gegeben. Drei Punkte hätten die Miners noch im Playoff-Rennen gehalten – und bis zur letzten Minute sah es gut aus. Die Miners führten 25 Sekunden vor Schluss mit 4:3, Rostock glich jedoch noch aus, was die Playoff-Träume des HEV endgültig zunichtemachte.

Früh starteten die Piranhas in das Spiel, als sie bereits nach 55 Sekunden den ersten Treffer erzielten. Rodion Schumacher lag nach einem Zusammenprall am Boden und hatte bei dem Schuss von Stromberg keine Abwehrmöglichkeit mehr, wodurch Rostock das 1:0 markierte. Man merkte den Hernern aber die Leidenschaft an und so kamen sie in der 14. Spielminute zum verdienten Ausgleich. Tommy Munichiello erzielte auf Vorlage von Stöhr und Ford das 1:1. Doch nicht nur zu Beginn des Drittels konnte Rostock treffen – auch 13 Sekunden vor Schluss blieben die Piranhas zielsicher: Stopinski brachte die Rostocker nach einer schönen Kombination erneut in Führung. Herne glich durch Hofmann zwar in der 31. Minute wieder aus, in der 37. Spielminute hatte Rostock aber erneut die richtige Antwort parat und stellte durch Kilian Steinmann den alten Abstand wieder her. Drittelergebnis: 3:2 für die Piranhas.

In der 45. Spielminute kam Herne dann erneut zum Ausgleich. Munichiello bewies sein gutes Auge und fand Valle Pfeifer frei im Slot, der ohne Probleme an Sebastian Albrecht vorbei einschieben konnte. In der 55. Spielminute war es dann Nick Ford, der für großen Jubel sorgte, als er nach einer guten Einzelleistung die gesamte Rostocker Defensive aushebelte und durch die Beine von Albrecht den 4:3 Führungstreffer für die Miners erzielte. Kurz nach diesem Treffer zogen die Piranhas ihren Torwart. Ganze fünf Minuten spielten sie ohne Goalie und drückten auf den Ausgleich. Herne hatte zwar mehrere Schüsse auf das leere Tor, konnte den entscheidenden Treffer aber nicht erzielen. Rostock nutzte den Vorteil des zusätzlichen Feldspielers aus und kam durch Stopinski 25 Sekunden vor Schluss erneut zum Ausgleich. Keines der beiden Teams erzielte danach einen weiteren Treffer, sodass es in die Verlängerung ging. Damit hatten sich die Playoffs für beide Mannschaften zwar erledigt, die anstehende Overtime musste dennoch ausgespielt werden.
Diese entschied sich in der 62. Spielminute durch Liam Fraser, der den Piranhas den Extrapunkt sicherte.

1:0 [00:55] Stromberg (Öhrvall/Braun)
1:1 [13:01] Munichiello (Stöhr/Ford)
2:1 [19:47] Stopinski (Fleischmann/Braun)
2:2 [30:24] Hofmann (Ford/Munichiello)
3:2 [36:31] Steinmann (Öhrvall/Häring) SH
3:3 [44:57] Pfeifer (Munichiello/Rennert)
3:4 [54:45] Ford (Müller/Pfeifer)
4:4 [59:35] Stopinski (Öhrvall/Fleischmann)
5:4 [61:46] Fraser (Öhrvall/Albrecht)

Strafen: 4 – 2
Zuschauer: 1298

Highlights der Partie
Offizielle Statistik des DEB
Pressekonferenz nach dem Spiel

Herner EV – TecArt Black Dragons Erfurt, 03.03.2026:
Auch in diesem Spiel starteten die Miners – wie in den letzten beiden Spielen – als bessere Mannschaft, brachten die Scheibe jedoch nicht ins Tor, wodurch Erfurt erfolgreiche Konter fahren konnte. In der 11. Minute nutzte Erfurt aber zunächst ein Powerplay: Louis Postel hatte zu viel Zeit und zog unhaltbar für Döge in den Winkel ab. In der 14. Spielminute war es dann ein Erfurter Konter, der die Thüringer mit zwei Toren in Führung brachte. Topscorer Markkula bewies im Konter eine gute Übersicht und fand Chris Seto im hohen Slot, der in Torjägermanier an Döge vorbei das 2:0 erzielte.

Das zweite Drittel lief ähnlich ab wie das erste, und Erfurt konnte den nächsten Treffer erzielen. Erneut legte Markkula auf, Santeri Haarala übernahm die Scheibe und erzielte unnachahmlich das 3:0 in der 30. Minute. Nachfolgend erspielten sich beide Teams Chancen, ein Tor fiel jedoch nicht mehr. Kurz vor Drittelende wurde die Partie hitziger, als ein Herner Stürmer durch ein Beinstellen der Erfurter mit Goalie Patrick Glatzel zusammenprallte. Nach kurzer Rangelei wurde das Spiel fortgesetzt – für Glatzel kam anschließend Justin Spiewok ins Spiel.
In der 45. Minute erhöhte Erfurt zunächst noch einmal: Miro Markkula, Vorlagengeber zum 2:0 und 3:0, traf mit einem Nachschuss im Konter zum 4:0. Dann startete Herne eine kleine Gegenoffensive und machte das Spiel fünf Minuten vor Schluss noch einmal spannend: Auf guter Vorarbeit von Ford musste erst Munichiello in der 55. Spielminute nur noch einschieben (1:4). In der 56. Minute bewies Ford wieder sein gutes Auge und legte für Rennert auf, der ebenfalls einschieben konnte (2:4). In der 58. Minute legte Ford dann nicht auf, sondern wurde von Tommy Munichiello bedient und erzielte selbst den 3:4 Anschlusstreffer. Chris Seto traf kurz darauf zum 3:5 Empty-Net-Treffer, doch Ford brachte Herne mit seinem zweiten Tor eine Minute vor Schluss wieder auf einen Treffer Abstand (4:5). Miro Markkula machte dann aber 30 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Empty-Net-Treffer zum 4:6, wodurch Erfurt sich die drei Punkte sichern konnte.

0:1 [10:24] Postel (Seto/Gerstung) PP1
0:2 [13:35] Seto (Markkula/Jakob)
0:3 [29:47] Haraala (Markkula)
0:4 [45:06] Markkula (Haraala)
1:4 [54:36] Munichiello (Ford/Enock)
2:4 [55:24] Rennert (Ford/Müller)
3:4 [57:02] Ford (Munichiello/Rennert)
3:5 [57:45] Seto (Jakob) EN
4:5 [58:43] Ford (Rennert/Pfeifer)
4:6 [59:29] Markkula (Kramer)

Strafen: 10 – 35
Zuschauer: 734

Highlights der Partie
Offizielle Statistik des DEB
Pressekonferenz nach dem Spiel

Während für die anderen Teams nun die Playoffs anstehen, verabschiedet sich der HEV damit in die Sommerpause. Die Mannschaft wird bis Mitte März trainieren. Am Samstag, den 14.03.2026, steht außerdem die alljährliche Saisonabschlussparty an. Die genaue Uhrzeit gibt der Verein im Laufe der Woche bekannt.