Herner EV – EXA IceFighters Leipzig 3 : 2 (0:1,1:0,2:1)

In einer bis zum Schlusspfiff spannenden und umkämpften Partie konnte sich der Herner EV am Freitagabend zuhause in der Hannibal-Arena knapp aber verdient mit 3:2 gegen die EXA IceFighters aus Leipzig durchsetzen. Der HEV hatte zwar mehr Spielanteile und ein Chancenplus, die Gäste aus Sachsen erwiesen sich allerdings als der erwartet unangenehme Gegner, der mit schnellen Kontern zweimal in Führung gehen konnte. Der Siegtreffer fiel gut vier Minuten vor Spielende.
Beim HEV fehlten die gesperrten Marcus Marsall, Maik Klingsporn und Vojtech Suchomer. Verletzungsbedingt konnten Cornelius Krämer und ganz aktuell auch Tobias Esch nicht auflaufen. Beide werden noch einige Wochen ausfallen. Dafür gab Stürmer Jiri Fronk sein Debüt im Trikot der Grün-Weiß-Roten. Der Krefelder Förderlizenzspieler Edwin Schitz wurde von Trainer Danny Albrecht als sechster Verteidiger eingesetzt. HEV-Stürmer Dennis Arnold musste in der 51. Minute nach einem Check gegen Kopf und Nacken verletzungsbedingt ausscheiden. Der Verursacher Leon Lilik musste wegen der folgerichtigen Matchstrafe vorzeitig in die Kabine.

Spielverlauf
Die erste HEV-Chance hatte Denis Fominych in der 3. Spielminute, das erste Tor schossen allerdings die Icefighters zwei Minuten später durch Michal Velecky in Überzahl. Es entwickelte sich fortan ein schnelles Spiel in dem die Grün-Weiß-Roten durch Thomas Zuravlev und Neuzugang Jiri Fronk sich weitere gute Möglichkeiten erspielten. Der 24-jährige tschechische Stürmer zeigte eine gute Leistung, nach zwei Trainingseinheiten fehlte ihm aber naturgemäß noch etwas die Bindung zu seinen Nebenleuten. Die nächste Chance hatte Brad Snetsinger, dazwischen kamen die Leipziger aber immer wieder gefährlich vor das von Michel Weidekamp gehütete HEV-Gehäuse. In den letzten Minuten vor der ersten Pause lag der Ausgleich mehrfach in der Luft, aber die Herner Fans mussten mit dem Torjubel noch warten.

In der 24. Minute war es dann aber so weit, Brad Snetsinger konnte ihm Nachschuss den Ausgleich erzielen. Der HEV machte nun weiterhin viel Druck, Dennis Dörner und Tom Schmitz hatten gute Möglichkeiten, dann schoss Jiri Fronk einen Pass von Philipp Kuhnekath an den Pfosten und auch Dennis Arnold scheiterte am Leipziger Keeper. Die Leipziger machten mit einem Konter von Damian Schneider auf sich aufmerksam und gestalteten die Schlussphase von Abschnitt zwei wieder offener.

Im Schlussabschnitt hatte der HEV dann zwischen der 45. und 46. Minute in Überzahl gleich fünf gute Chancen und Nils Liesegang scheiterte nach gutem Zuspiel von Jiri Fronk in der 49. Minute. Aber im Gegenzug gingen die Icefighters mit einem schnellen Gegenangriff wieder mit 2:1 in Führung. Der HEV ließ sich nicht beirren und schaffte zwei Minuten später nach guter Kombination über Philipp Kuhnekath und Nils Liesegang durch Kapitän Michel Ackers den erneuten Ausgleich zum 2:2. Es folgte der oben erwähnte Check gegen Dennis Arnold und die Matchstrafe gegen den Leipziger Spieler und diese Überzahl konnte das Team von Danny Albrecht nutzen. Der Siegtorschütze war Thomas Zuravlev im Nachschuss, allerdings musste danach noch ein paar Minuten gezittert werden. Leipzigs Trainer Sven Gerike nahm eine Minute vor Spielende eine Auszeit, aber auch die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers kurz danach brachte keine Ergebnisveränderung mehr.

Ausblick
Am Sonntag muss der Herner EV um 15 Uhr in den Niederlanden bei den Tilburg Trappers antreten. In der kommenden Woche stehen gleich zwei Heimspiele auf dem Spielplan. Zuerst kommen am Mittwoch (3. Oktober 2018 – Feiertag) die Harzer Falken in die Hannibal-Arena, der Anpfiff erfolgt um 18:30 Uhr. Zwei Tage später, am Freitag, dem 5. Oktober 2018 steigt dann um 20 Uhr auf heimischem Eis das erste Derby dieser Saison gegen die Moskitos Essen.

Torfolge:
0:1 04:19 Velecky (Schneider, Hildebrand) +1
1:1 23:39 Snetsinger (Liesegang, Kuhnekath)
1:2 48:18 Raaf-Effertz (Hildebrand, Paavilainen)
2:2 50:02 Ackers (Liesegang, Kuhnekath)
3:2 55:16 Zuravlev (M.Schmitz, Snetsinger) +1

Strafminuten: HEV 12 + 10 Tom Schmitz – IFL 12 + 10 + Matchstrafe Lilik

Zuschauer: 1105

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Bilder von Rüdiger Ungebauer (Finelight Photography)