„Erst in der Krise zeigt sich der Charakter“

Die Organisation des Herner Eissportvereins ist mit den zuletzt gezeigten Leistungen der ersten Mannschaft absolut nicht einverstanden. Besonders das desaströse 3:8 am vergangenen Freitag gegen den Herforder EV war ein Schlag ins Gesicht von Fans, Sponsoren und Mitarbeitern.

„Für diese desolate Leistung kann ich mich nur bei jedem einzelnen Eishockeyfan entschuldigen. Wir wissen sehr genau, dass viele Fans den letzten Euro zweimal umdrehen, um die Heimspiele zu besuchen. Auch gerade deshalb sind so Auftritte hochgradig peinlich und eigentlich durch nichts zu entschuldigen. Dennoch bedanken wir uns für die wirklich gute Stimmung in der Halle. Diese war alles andere als selbstverständlich“, sagt Geschäftsführer Jürgen Schubert.

Auch die Mannschaft hat die Zeichen der Zeit wohl verstanden. So gab es am Samstagmorgen eine ausgedehnte Aussprache mit allen Spielern und dem Trainerteam, bei der viele Akteure zu Wort kamen. 45 Minuten lang zeigte das Team in Leipzig am Sonntagabend einen ordentlichen Auftritt, doch individuelle Fehler sorgten schlussendlich dafür, dass auch auf der Rückfahrt aus der Messestadt keine Punkte mit im Bus lagen.

„Die Leistung gegen Herford war blamabel. Zwar gab es in den letzten Wochen auch immer wieder Ausreißer nach oben, aber dadurch haben wir unser Umfeld nur geblendet“, sagt Michel Ackers. „Die Zeit der Ausreden ist lange vorbei. Wenn es nicht läuft, dann müssen wir zeigen, dass wir eine Mannschaft sind. Denn erst in der Krise beweist sich der Charakter. Und daran müssen wir uns alle messen lassen“, so der HEV-Kapitän weiter.

Ab Freitag können die Mannschaft und das Trainerteam nun zeigen, dass sie verstanden haben, worum es geht. Innerhalb von neun Tagen (Freitag, 10. Februar bis Sonntag, 19. Februar) stehen für die Miners gleich sechs Partien auf dem Plan. Zwar gab es am Sonntag die Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Leipzig, doch die Chancen auf die direkte Playoff-Qualifikation sind immer noch klar gegeben. Nach dieser harten Woche wird sich nun zeigen, wohin die Reise gehen wird.

„So pomadige und desolate Auftritte wie gegen Herford möchten wir nie wieder sehen. Diese riskieren unseren Standort und sind eine Verarschung von Fans und Sponsoren. Da sind wir uns sicher alle einig“, wird der HEV-Geschäftsführer noch mal deutlich.

Februar2023