Leipzig war am Sonntagabend über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, das zeigt auch die Schussstatistik von 40:16 zugunsten der Gäste. Herne konnte zwar immer wieder Nadelstiche setzen und den Anschluss beziehungsweise Ausgleich erzielen, Leipzig fand jedoch meist im direkten Gegenzug die passende Antwort.
Nach 17 torlosen Minuten war es in der Hannibal-Arena dann so weit: Leipzig ging durch Daniel Visner in Führung, der nach Vorarbeit von Daniel Schwamberger zum 1:0 einschob.
Herne blieb über die ersten beiden Drittel gefährlich, musste aber viel investieren, um auf die Anzeigetafel zu kommen. In der 28. Minute setzte sich dann Bauer Neudecker gut an den Banden durch, spielte den Puck gefährlich vors Tor, wo Verteidiger Tjark Kölsch bereitstand. Dieser platzierte die Scheibe gut und glich zum 1:1 aus. Doch nicht einmal 90 Sekunden später ließen die Leipziger die aufgekommene Herner Stimmung wieder verstummen: Dani Bindels sorgte fast im direkten Gegenzug für das 2:1, als er unhaltbar über die Fanghand von Geidl abzog.
Die Miners bemühten sich anschließend lange um den erneuten Ausgleich und wurden schließlich in der 47. Spielminute im Powerplay belohnt. Gianluca Balla spielte den Pass zu Erek Virch an die blaue Linie, dieser zog direkt ab. Sofiene Bräuner positionierte sich gut im Slot und fälschte die Scheibe ab, sodass der Schuss für Leipzigs Schlussmann Kessler nicht mehr zu halten war: 2:2.
Doch auch diesmal hatte Leipzig die direkte Antwort parat. Knapp 30 Sekunden später, in der 48. Spielminute, traf erneut Daniel Visner nach Vorlage von Daniel Schwamberger zum 3:2 für die Gäste. Herne gab sich damit aber nicht geschlagen. Die nominell dritte Reihe um Dennis Palka, Sofiene Bräuner und Matteo Stöhr brachte erneut Dampf in die Partie und arbeitete gut gegen die Scheibe. In der 50. Spielminute fuhr Palka dann über außen ein, suchte den Pass in die Mitte und Matteo Stöhr machte sich lang, um mit dem langen Schläger das 3:3 zu erzielen.
Nach einer Auszeit von Headcoach Lenny Soccio, in der die Grün-Weiß-Roten kurz durchatmen sollten, kamen die Leipziger in der 56. Spielminute dennoch zum erneuten Führungstreffer. Im Nachschuss konnte Reid Stefanson das 3:4 erzielen. Diesen Vorsprung verwaltete Leipzig souverän über die restliche Spielzeit. Endstand: 3:4 für die Icefighters Leipzig.
Für die Miners bleibt damit nur der Trost, dass die Mannschaft bis zum Schluss gekämpft hat. Am Ende war Leipzig an diesem Abend jedoch die effektivere Mannschaft.
0:1 [16:38] Visner (Jiranek/Schwammberger)
1:1 [27:00] Kölsch (Neudecker/Balla)
1:2 [28:27] Visner (Zajic/Mantsch)
2:2 [46:35] Bräuner (Virch/Balla) PP1
2:3 [47:01] Visner (Schwamberger/Jiranek)
3:3 [49:59] Stöhr (Palka/Meyl)
3:4 [55:29] Stefanson (Mantsch/Detig)