Herner EV – Herforder Ice Dragons, 02.10.2026:
Im HEV-Duell wirkte das gesamte Team, trotz einiger angeschlagener Spieler, deutlich eingespielter als noch zuletzt. Die Miners zeigten eine kompakte Defensive und starke Abschlüsse, wodurch sich die Grün-Weiß-Roten, die im Zuge der „Pink in the Rink“-Aktion am Freitag in Pink aufliefen, ihren ersten Saisonsieg sichern konnten.
Herne erspielte sich, ähnlich wie im Spiel gegen Erfurt, direkt zu Beginn einige Chancen, scheiterte aber häufig am Herforder Goalie Jakub Urbisch. In der 2. Spielminute hatte Bauer Neudecker die große Gelegenheit, auf 1:0 zu stellen: Er kam über außen zum Abschluss, doch Urbisch parierte knapp mit der Schulter. In der 11. Spielminute erspielte sich Herne eine weitere Großchance: Balla legte auf Ford auf, dieser setzte sich in einer guten Einzelaktion gegen den Herforder Verteidiger durch, doch erneut war bei Jakub Urbisch Endstation. In der 19. Spielminute waren es dann die Rückkehrer, die für den ersten Treffer am Herner Gysenberg sorgten: Marc Hofmann spielte einen schlauen Pass von hinter dem Tor in den Slot zu Christian Kretschmann, dessen direkter Abschluss wurde unhaltbar für Urbisch abgefälscht und landete zum 1:0 im Herforder Gehäuse.
Im zweiten Spielabschnitt sollte die Effektivität der Miners, die im bisherigen Saisonverlauf noch zu wünschen übrig ließ, deutlich ansteigen. Gleich drei Treffer in fünf Minuten euphorisierten die Fans in der Hannibal-Arena. Den Anfang machte Topscorer Nick Ford, der nach guter Vorarbeit von Reichert und Balla ins leere Tor zum 2:0 einnetzte. Direkt in der nächsten Offensivaktion legten die Herner noch einen drauf: Bauer Neudecker sammelte seinen ersten Scorerpunkt, indem er den Puck gut hielt, um das Tor fuhr und Justus Meyl an der blauen Linie fand. Der Verteidiger zog direkt ab und netzte zum 3:0 ein. In der 29. Spielminute durfte der Rückkehrer und Vorlagengeber zum 1:0 auch selbst treffen: Auf gute Vorarbeit von Matteo Stöhr schob Hofmann die Scheibe durch die Hosenträger von Urbisch zum 4:0.
Im letzten Drittel agierten die Miners zunehmend defensiver und waren darauf bedacht, den Spielstand zu halten. Das spiegelte sich auch in der Schussstatistik wider: Herford schoss 15-mal auf das Tor, während Herne nur vier Mal zum Abschluss kam. Herford bäumte in den letzten acht Minuten zwar noch einmal auf und erzielte durch Dennis Sticha und Jackson Pierson das 4:1 und 4:2, doch die Miners verteidigten weiterhin diszipliniert und waren bissig in den Zweikämpfen. Auch dank einer erneuten Topleistung des Herner Schlussmanns Dieter Geidl konnte der HEV das 4:2 über die Zeit bringen und den ersten Saisonsieg einfahren.
1:0 [18:35] Kretschmann (Hofmann/Stöhr)
2:0 [24:36] Ford (Reichert/Balla)
3:0 [25:22] Meyl (Neudecker/Obu)
4:0 [28:58] Hofmann (Stöhr/Obu)
4:1 [52:14] Sticha (Köhler/Avdeev)
4:2 [53:49] Pierson (D’Aoust/Kanya)
Pressekonferenz nach dem Spiel
Offizielle Statistik des DEB
Hannover Scorpions – Herner EV, 03.10.2026:
Die Scorpions starteten nach ihrer Niederlage gegen die Füchse Duisburg am Freitag, wie erwartet, intensiv und schnürten die Miners nahezu komplett im eigenen Verteidigungsdrittel ein. Diesen Dauerdruck verteidigten die Herner acht Minuten lang gut, doch in der 9. Spielminute nahm sich Ryan Smith ein Herz, marschierte durch die komplette Herner Defensive und zog aus kurzer Distanz unhaltbar für HEV-Goalie Blumenkamp über die Schulter ab. Kurz vor Drittelende setzten die Scorpions noch einen drauf: Auf Vorlage von Pascal Aquin erzielte Topscorer Colin Smith das 2:0.
Im zweiten Drittel agierten die Miners erstmals in Überzahl und konnten sich einige Chancen erspielen. In der 32. Spielminute zog der HEV die Powerplay-Formation gut auf, Erek Virch legte den Puck auf Nick Ford, der zog zwar direkt ab, doch Scorpions-Goalie Gensicke konnte parieren. Nachdem die Schussstatistik nach dem ersten Drittel noch 20 zu 5 für die Scorpions angezeigt hatte, war das Spiel im zweiten Abschnitt ausgeglichener. Trotzdem waren es die Hausherren, die das nächste Tor erzielen konnten: Adam Kiedewicz zog in der 36. Minute unhaltbar für Blumenkamp in den Winkel ab.
Ein Doppelschlag zu Beginn des letzten Drittels besiegelte schließlich die Niederlage der Miners: Justin Kirsch spielte einen Herner Verteidiger mustergültig aus und schlenzte die Scheibe unter die Latte. Ryan Smith legte nur eine Minute später nach und stellte auf 5:0. Das sechste Tor war dabei besonders kurios: Colin Smith erzielte direkt vom Bully weg den sechsten Treffer und überwand Ole Blumenkamp durch die Hosenträger.
1:0 [08:55] R. Smith (Dronia)
2:0 [18:55] C. Smith (Aquin/Beck)
3:0 [35:35] Kiedewicz (R. Smith/Miglio)
4:0 [44:38] Kirsch (C. Smith/Aquin)
5:0 [45:35] R. Smith (Miglio/McMillan)
6:0 [51:19] C. Smith