Der HEV startete deutlich überlegen und erspielte sich früh einige gute Chancen. Erfurt wirkte defensiv wackelig, allein viermal liefen die Herner im ersten Drittel frei aufs Tor zu. Doch Patrick Glatzel war stets zur Stelle und hielt sein Team im Spiel. Auch auf Herner Seite zeigte Dieter Geidl eine sehr gute Leistung und war ein sicherer Rückhalt. In der 17. Minute war der Bann dann gebrochen: Nach zwei Spielen ohne Powerplaytreffer erzielte Sofiene Bräuner, der gut in die Saison startete, auf Vorlage von Nick Ford und Christian Obu im Powerplay das 1:0. Mit diesem Spielstand ging es auch in die erste Pause.
Das Spiel wurde ab dem zweiten Drittel zunehmend zerfahren. Viele Strafzeiten unterbrachen den Spielfluss, es war kein schnelles, sondern eher ein hart umkämpftes Match. In einer Kontersituation gelang Erfurt in der 35. Minute dann der 1:1-Ausgleichstreffer durch René Kramer. Ab diesem Zeitpunkt war die Partie offen: Beide Teams hatten Chancen, keine konnte sich jedoch zunächst entscheidend absetzen.
Im letzten Abschnitt nutzte Erfurt einen Fehler früh aus: In der 42. Minute schlug Joe Richard Kiss einen freien Puck vor dem Gehäuse ein und erzielte somit das 2:1. Danach mussten die Black Dragons mehrfach in Unterzahl agieren, doch der HEV konnte aus den Powerplays kein Kapital schlagen. Auch ein zusätzlicher Spieler brachte keine Wende mehr. Erfurt verteidigte die Führung konzentriert und ließ kein weiteres Tor zu.
Endstand: 1:2.
0:1 [16:20] Bräuner (Ford/Obu) PP1
1:1 [34:19] Kramer (Reed/Lagacé)
1:2 [41:59] Kiss (Denner/Keil)