Offensiv zeigten die Miners eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Wochenende. Defensiv machten die Grün-Weiß-Roten jedoch weiterhin zu viele Fehler, was die bereits eingespielten Eisbären eiskalt ausnutzten.
Wie auch im Spiel gegen die Hannover Scorpions vergaben die Schiedsrichter auf beiden Seiten einige Strafen. So auch auf Seiten der Herner, als sich die Miners bereits in der 6. Spielminute in einer doppelten Unterzahlsituation wiederfanden. Schnell zeigten die Eisbären ihre Offensivqualität im Powerplay: Erst erzielte der letztjährige Topscorer Dominik Lascheit das 1:0, im selben Powerplay erhöhten die Eisbären durch Viktor Buchner noch auf 2:0. Knapp zwei Minuten später setzte sich Kretschmann dann gut gegen die Hammer Defensive durch. Nur durch ein Foul konnte der Herner Stürmer noch am Abschluss gehindert werden, wodurch der HEV durch einen Penaltyschuss die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer hatte. Kretschmann trat an, scheiterte aber an Kyle Hagen im Tor der Eisbären. Für Christian Kretschmann war die Partie kurze Zeit später dann auch beendet, als der Routinier das Eis verletzt verlassen musste und den Rest des Spiels von der Tribüne aus verfolgte. In der 12. Spielminute schafften die Miners dann durch einen schön ausgespielten Powerplaytreffer dann aber den Anschluss. Nick Ford zog direkt nach Vorarbeit von Neudecker und Obu zum 2:1 ab. Herne wackelte defensiv aber weiterhin und servierten den Eisbären gleich zwei Geschenke: Erst war es Pontus Wernerson Libäck, der einen ungenauen Pass abfing und dadurch das 3:1 erzielte. Wenig später war es ein weiterer Fehler im Aufbau des HEV, den Aron Reisz eiskalt zum 4:1 verwertete.
Im zweiten Drittel wirkte die Herner Hintermannschaft konzentrierter und ließ weniger zu, während die Offensive der Miners für zwei weitere Tore sorgte. Tommy Munichiello zog in der 28. Minute zum 4:2 ab, wenig später tauchte Ford frei vor Hagen auf und konnte sogar auf 4:3 verkürzen. Die Hammer Eisbären waren aber um eine direkte Antwort bemüht und erzielten in der 33. Spielminute schnörkellos durch Linus Wernerson Libäck das 5:3. Der HEV gab sich aber weiterhin nicht auf und konnte durch Tommy Munichiello in der 39. Spielminute erneut auf 5:4 verkürzen. An der Spielfreude der Eisbären änderte das jedoch nichts, Hamm erhöhte zehn Sekunden vor Drittelende erneut den Spielstand. Mit 6:4 ging es also in die Drittelpause.
Im dritten Drittel passierte dann nicht mehr viel. Im immer dichter werdenden Nebel sahen die Fans in der Spengel Eissportarena noch einen weiteren Treffer durch Luc Laylin in der 43. Spielminute. Endstand: 7:4.
Bereits in wenigen Stunden steht das nächste Vorbereitungsspiel für die Miners an. Im Zuge der Saisoneröffnung empfangen die Herne Miners die Eisadler Dortmund zum ersten Heimspiel der Saison 2026/27.