HERNER EV

Seit 1970 - Aus Herne - Für die Region

Nächstes Spiel - Hobby

Eisheilige Düsseldorf
Herner EV

Hobbymannschaft des Herner EV gewinnt umkämpftes Spiel gegen Dinslaken

Die Geschichte des Spiels ist eigentlich schnell geschrieben. Zwei katastrophale Drittel, viele Strafzeiten und fast aussichtslos mit 5:2 in Rückstand. Was die Herner Mannschaft in den ersten 40 Minuten auf fremden Eis hinlegte, hatte mit Eishockey nicht viel zu tun.

Eine nicht zu erwartende Leistungsexplosion im letzten Abschnitt ließ den HEV am Ende doch noch jubeln. Doch der Reihe nach:

Bereits nach zwei gespielten Minuten musste Helmut Voß auf die Strafbank, was die Nighthawks aus Dinslaken auch direkt mit dem 1:0 bestraften. Der Rückstand und teils neu formierte Reihen verunsicherten das Team sichtlich. Eher überraschend kam man in der 12 Minute durch Tertel zum Ausgleich (Vorlage Kopernok und Döhring). Doch ein Doppelschlag der Gastgeber sorgte für eine 3:1 Pausenführung und hängende Köpfe der Herner Spieler.

In der ersten Pause schien Spielertrainer Samuel Tertel noch nicht die richtigen Worte gefunden zu haben, denn bereits in der ersten Minute des zweiten Drittels stellten die Gastgeber aus Dinslaken das Ergebnis auf 4:1. Das Spiel des HEV wirkte weiter zerfahren und unkonzentriert, trotzdem konnte Vlad Loginov (Vorlage Tertel und Döhring) einen der wenigen durchdachten Spielzüge zum 4:2 Anschlusstreffer nutzen. Kam der HEV nun endlich ins Spiel? Nein! Zwei dumme Strafen von Voß und Döhring nutzen die Nighthawks gnadenlos aus und stellten den drei Tore Abstand wieder her. Einige Big Saves von Goalie Sven Plewa verhinderten einen noch höheren Rückstand. Zwei Minuten vor der Drittelpause konnte der HEV dann ein Powerplay zum 5:3 Anschlusstreffer nutzen. Wieder war es Tertel (Vorlage Loginov und Döhring) der den HEV jubeln ließ.

Welchen Zaubertrank die Jungs ausm Pott in der zweiten Pause getrunken haben, bleibt wohl ihr Geheimnis. Wie verwandelt kamen die Herner aus der Kabine und fackelten ein Angriffsfeuerwerk ab. Innerhalb von 10 Minuten wurde das Spiel völlig auf den Kopf gestellt und der HEV machte aus einem 3:5 Rückstand eine 7:5 Führung. Loginov (Vorlage Tertel) zum 4:5 und Tertel mit seinem dritten Treffer zum 5:5 (Vorlage Loginov und Döhring) sorgten für den Ausgleich. Nico Dudek auf Vorlage von Helmut Voß erzielte den vielumjubelten Führungstreffer des Herner EV. David Kopernok sorgte dann mit seinem Treffer zum 7:5, nach sehenswerter Kombination über Loginov und Döhring, für die vermeintliche Entscheidung. Doch die Nighthawks kamen noch einmal zurück und erzielten knapp drei Minuten vor Spielende das 7:6. Musste der HEV nun noch einmal um den Sieg bangen? Nein! Robin Kleinschmidt schickte Helmut Voß auf die Reise und dieser jagte das Hartgummi aus spitzem Winkel genau ins Kreuzeck und sorgte mit dem sicherlich schönsten Treffer des Spiels für die Entscheidung. Ein Sonderlob verdienten sich Tertel, Loginov und Döhring, die mit jeweils fünf Scorerpunkten einen großen Anteil daran hatten, dass der Herner EV noch einmal so zurückkommen konnte.

Strafminuten Herne: 12
Strafminuten Dinslaken: 10

Weiter geht es für den HEV am 04.12 mit einem Auswärtsspiel bei den Ratinger Flames.