HERNER EV

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Herner EV – EC Peiting 4 : 3 (0:1,3:1,0:1;1:0) Overtime

Unglaublich, aber wahr – Der Herner EV konnte auch sein 5. Playoff-Spiel in Folge gewinnen. Am Sonntagabend setzte sich das Team von Danny Albrecht vor stimmgewaltiger Kulisse mit 4:3 in der Overtime gegen den EC Peiting durch. Das entscheidende Siegtor konnte in der 65. Minute frenetisch bejubelt und gefeiert werden. Nach dem 5:4-Auswärtssieg am Freitag in Oberbayern führen damit die Grün-Weiß-Roten in der Viertelfinalserie mit 2:0 und benötigen noch einen weiteren Sieg um ins Halbfinale einzuziehen. „Dieser Sieg war bisher der schwerste in den Playoffs. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben anfangs etwas offensiver gespielt, leider aber die vielen Chancen zuerst nicht genutzt. Aber die Jungs haben auch einen 0:2-Rückstand weggesteckt und sind zurückgekommen. In der Overtime haben wir uns etwas zurückgezogen und dann die Konterchance zum Siegtreffer genutzt“ meinte HEV-Coach Danny Albrecht nach dem Spiel, das sicherlich nicht nur ihm einige Nerven gekostet hatte. Aber das haben sicherlich alle gerne in Kauf genommen, denn die Spannung konnte sich ja anschließend mit dem Siegjubel entladen.

Spielverlauf
Der Herner EV konnte nahezu komplett antreten, lediglich Verteidiger Vojtech Suchomer fehlte nach seiner Trainingsverletzung von letzten Donnerstag. Er wird am Dienstag operiert, für ihn ist die Saison leider beendet. Maik Klingsporn, der am Freitag verletzungsbedingt fehlte, war wieder dabei. In einer hochklassigen und bis zur letzten Sekunde spannenden und umkämpften Partie legten die Gysenberger los wie die Feuerwehr und hatten bereits in den ersten anderthalb Minuten gleich vier Möglichkeiten durch Patrick Asselin, Michel Ackers, Denis Fominych und Lois Spitzner. Die Peitinger kamen erst in der 3. Spielminute zum ersten Mal gefährlich vor das Tor von Björn Linda. Dieses Bild sollte sich auch im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts nicht ändern. Herne mit Vollgas und weiteren guten Möglichkeiten, Peiting mit schnellen Kontern, die bei Björn Linda und der HEV-Defensive endeten. Gleich drei Powerplay-Situationen boten sich dem Team von Danny Albrecht, aber die Gäste bewiesen ihr bekannt gutes Penalty-Killing. Das 0:1 in der 19. Minute entsprach nicht dem Spielverlauf, zeigte aber die Konterstärke des Südersten.


Auch das 0:2 nach 28 Minute ergab sich aus einem schnellen Konter der Gäste. Zuvor gab es weitere gute Möglichkeiten des HEV, der trotz des Rückstands nicht aufgab und bewies, welche gute Moral und Kampfesbereitschaft im Team steckt. Knapp sieben Minuten brauchten die Grün-Weiß-Roten ab der 32. Minute um das Spiel zu drehen. Zuerst war es Denis Fominych im Nachschuss, nachdem zuvor Nils Liesegang und Marcus Marsall noch am Peitinger Keeper Florian Hechenrieder scheiterten, der auf 1:2 verkürzen konnte. Für den Ausgleich sorgte Dennis Thielsch kurz nach Ende einer weiteren Strafzeit gegen die Gäste, das 2:2 war wunderschön herausgespielt. Als dann der HEV in der 39. Minute seine erste und einzige Strafzeit bekam, war es ein toller Konter, initiiert von Tom Schmitz und Brad Snetsinger, der zum umjubelten Herner 3:2-Führungstreffer führte. Patrick Asselin konnte das Break souverän abschließen. Wenn es in Überzahl an diesem Abend nicht klappte, dann schießt man wichtige Tore halt in Unterzahl. Mit dieser Führung ging es in die zweite Pause und damit war der Weg für den dritten Abschnitt vorgezeichnet.


Der begann erwartungsgemäß mit viel Druck der Gäste, bot aber nun dem HEV die Konterchancen. HEV-Keeper Björn Linda bekam noch reichlich Arbeit, die er gewohnt sicher machte. Marcus Marsall, Lois Spitzner, Dennis Thielsch, Nils Liesegang und Nico Kolb hatten die Breakchancen. Die 3:2-Führung hatte lange Zeit Bestand, aber in den letzten fünf Minuten wurde der Peitinger Druck immer stärker. Als dann in der 58. Minute ein verdeckter Schuss der Gäste von der rechten Seite vor dem Herner Tor von Peitings Kapitän Anton Saal noch abgefälscht werden konnte, da stand die umkämpfte Partie wieder unentschieden. Danach hatte der HEV noch zwei Möglichkeiten, aber dann ging es in die Overtime. Hier waren die Gäste zuerst auch spielbestimmend, der HEV zog sich zurück und wartete geduldig auf die Konterchancen. Die erste hatten Marcus Marsall und Nico Kolb nach gespielten 4:32 Minuten der Overtime, die nächste nutzte Patrick Asselin 23 Sekunden später. Gekonnt und clever setzte er sich an der gegnerischen blauen Linie durch, zog dann frei auf den Torhüter zu und ließ dem keine Chance. Erlösender und brausender Jubel folgte – Playoff-Siege sind so wahnsinnig schön!

Ausblick
Bereits am Dienstag geht die Serie weiter, Playoffs kennen keine Pausen. Dann muss der Herner EV erneut frühmorgens nach Peiting reisen, das Spiel dort beginnt um 19:30 Uhr. Auch für dieses Auswärtsspiel wird es ein Public Viewing geben, die genaueren Informationen folgen. Bei einem Sieg könnten die Grün-Weiß-Roten erneut vorzeitig die nächste Runde erreichen. Aber man sollte bei aller Euphorie weiterhin auf dem Teppich bleiben, getreu dem Motto von Danny Albrecht „Wir schauen von Spiel zu Spiel“. Deshalb hier die möglichen weiteren Termine im Viertelfinale: Freitag, der 5. April 2019 ab 20 Uhr in der Herner Hannibal-Arena und ggfs. am Sonntag, der 7. April 2019 zum dann möglichen finalen Spiel wieder auswärts in Peiting (18 Uhr).

Torfolge:
0:1 (18:51) Krabbat (Miller)
0:2 (27:04) Saal (Feuerecker, Weyrich)
1:2 (31:39) Fominych (Liesegang, Marsall)
2:2 (34:28) Thielsch (Fominych, Spitzner)
3:2 (38:20) Asselin (Snetsinger, T.Schmitz) -1
3:3 (57:02) Saal (Feuerecker, Kostourek)
4:3 (64:55) Asselin (Liesegang)

Strafminuten: HEV 2 - ECP 10

Zuschauer: 2629

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Bilder wie immer mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Ungebauer (Finelight Photography)