Herner EV

Aus Herne - Für die Region

Herner EV – EXA Icefighters Leipzig 2 : 4 (1:1,0:1,1:2)

hev ifl1Spannend war es, vor allem in der Schlussphase, aber nach dem Abpfiff stand der Herner EV am Freitagabend am Gysenberg mit leeren Händen da, denn die EXA Icefighters Leipzig konnten sich mit 4:2 durchsetzen. Ein verdienter Sieg der Gäste aus Sachsen, denn sie zeigten sich nicht nur cleverer in der Chancenverwertung, sondern waren auch vor allem in der Spielanlage stabiler und ermöglichten dem HEV trotz vieler Spielanteile wenig Großchancen.

Beide Mannschaften brauchten zu Beginn der Partie eine gewisse Anlaufzeit um nach der 12-tägigen Spielpause wieder in den Rhythmus zu kommen. HEV Coach Frank Petrozza hatte seine Reihen umgestellt, da Dominik Luft nach seiner Verletzung aus der Vorbereitungszeit zum ersten Mal wieder mit dabei war. Die erste gute Möglichkeit hatte Thomas Richter in der 6. Minute, auf der anderen Seite war Dominik Patocka eine Minute später frei vor HEV-Keeper Michel Weidekamp. Als das Spiel sich dann so langsam entwickelte war Leipzigs Urgestein Florian Eichelkraut in der 8. Spielminute zur Stelle und fälschte einen Schuss von Ian Farrell zum 0:1 ab. Der HEV erhöhte den Druck, hatte auch einige Überzahlmöglichkeiten, aber schon da war zu sehen, dass dem HEV häufig die zwingenden Ideen im Angriff fehlten. Trotzdem gelang Marcus Marsall in der 14. Minute im Nachschuss der 1:1-Ausgleichstreffer.

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Die Gäste aus Leipzig begannen den zweiten Abschnitt sehr druckvoll und zielstrebig, bevor der HEV wieder besser ins Spiel kam. Aber dann waren die Icefighters wieder effektiver und erneut war es deren Kapitän Florian Eichelkraut, der in der 26. Minute sein Team wieder mit 2:1 nach Vorne brachte. Fortan entwickelte sich ein intensiver Kampf auf beiden Seiten, wobei die spielerischen Qualitäten aber eher Mangelware blieben. Die Gäste ließen dem HEV wenige Möglichkeiten, blieben aber selbst jederzeit gefährlich. So mussten die Zuschauer lange auf die nächsten Treffer warten.

Die fielen dann erst wieder am Ende des Schlussabschnitts. Lange liefen die Gysenberger dem 1:2-Rückstand hinterher, versuchten alles und lieferten sich einen verbissenen Kampf, mussten aber dann in der 58. Minute zur Unzeit sogar das 1:3 durch Hannes Albrecht schlucken. Die letzten zwei Minuten brachten dann erst die Herner Auszeit sowie die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers. Der Ex-Herner Damian Schneider hatte 88 Sekunden vor der Schlusssirene das vorentscheidende 1:4 auf dem Schläger, aber Michel Ackers warf sich in den Schuss. Dann schaffte Danny Albrecht doch noch das 2:3, 57 Sekunden waren noch zu spielen, Hoffnung auf ein glückliches Ende für den HEV? Nein, 21 Sekunden vor Spielende war es Hubert Berger, der mit dem 2:4 ins leere Tor das Herner Schicksal besiegelte.

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Am Sonntag muss der Herner EV um 18:30 Uhr bei den Essener Moskitos am Westbahnhof antreten. Wieder keine leichte Aufgabe, zumal Essen am Freitagabend in Duisburg gewonnen hat und nun punktgleich mit dem HEV in der Tabelle steht. Von daher wird es nicht nur zum immer spannenden und emotionsgeladenen Ruhrpott-Derby kommen, sondern es geht auch schon darum nicht den Anschluss an die Playoff-Plätze zu verlieren.

Torfolge:
07:59 0:1 Eichelkraut (Farrell, H. Albrecht)
13:59 1:1 Marsall (D. Albrecht, Ackers)
25:54 1:2 Eichelkraut (Schneider, H. Albrecht)
57:09 1:3 H. Albrecht (Weber, Eichelkraut)
59:03 2:3 D. Albrecht (Snetsinger, McLeod)
59:39 2:4 Berger (Komnik, Raaf-Effertz)  [ENG]

Strafminuten: HEV 10 - Leipzig 16

Zuschauer: 1145

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Fotos wie immer mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Ungebauer (Finelight Photography)