HERNE MINERS

Die Kumpel vom Gysenberg

Der neue Spielplan sorgt weiterhin für Unverständnis!

Mit Erscheinung des Spielplans für die kommende Oberliga Nord-Saison, am Mittwoch vor einer Woche (3. August), haben der Herner Eissportverein und die Gysenberghallen GmbH ihr Unverständnis über selbigen bereits geäußert.  

Nach vielen Gesprächen mit den Verantwortlichen des DEB hat sich an dieser Thematik leider nichts geändert. „Wir haben wirklich viel versucht, aber wir müssen diese Entscheidungen nun wohl so hinnehmen. Es kann nicht sein, dass wir als Verein hinterherrennen müssen, um einen halbwegs akzeptablen Spielplan zu erhalten. Jeder Club hat es verdient, dass er vom Verband einen ordentlichen Plan erhält“, erklärt Jürgen Schubert.

Die verschiedenen Gründe für dieses Unverständnis beim Herner EV möchten die Verantwortlichen nun noch mal verdeutlichen:

Trotz mehrerer Korrekturrunden und Hinweisen an die Spielplan-Ersteller des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) bleibt es am Ende sehr wahrscheinlich bei zwei absolut nicht hinzunehmenden Punkten für den Herner EV:

1. Während der ersten 18 Spieltage spielt der HEV gleich zwölfmal auswärts, hat hingegen nur fünf Heimspiele und zudem einmal spielfrei auf Grund der ungeraden Anzahl an Mannschaften. „Ich weiß in diesem Fall nicht, wie sich der DEB dies vorstellt. Jeder Verein muss Geld einnehmen, um liquide zu bleiben. Nach 18 Spieltagen nur fünfmal zuhause gespielt zu haben ist wirklich ein Unding. Da kann es passieren, dass die Liquidität nicht mehr gegeben ist“, unterstreicht der Geschäftsführer.

2. Zwischen Sonntag, 6. November, und Freitag 18. November, haben die Miners dann gleich fünf Heimspiele in Serie. Um diese beiden Punkte zumindest etwas erträglicher zu gestalten, schlug man dem DEB frühzeitig vor, ein Heimspiel der 5er-Serie zu tauschen und auswärts anzutreten. Dafür wäre das Wochen vorher geplante Spiel gegen den gleichen Gegner dann zuhause anstatt auswärts ausgetragen worden. „Das wäre für uns ein Kompromiss gewesen, mit dem wir dann hätten leben können“, sagt Jürgen Schubert. Aber auf diesen Vorschlag wurde vom DEB am Ende nicht eingegangen. „Auch hier, bei fünf wirklich wertvollen Heimspielen in Serie, ist die Wirtschaftlichkeit einfach nicht gegeben“, so der HEV-Geschäftsführer weiter.

Dieser Kompromiss hätte zur Folge gehabt, dass der HEV die Heimspielserie von fünf Partien hintereinander, innerhalb von 12 Tagen, hätte aufbrechen können. So hätte man zudem innerhalb der ersten 18 Spieltage nicht mehr 12x auswärts und 5x zuhause gespielt sowie einmal freigehabt, sondern „nur“ noch 11x auswärts, 6x Heim, 1 x frei.

Leider steht auch der zuständige Ligenleiter in dieser für alle Vereine wichtigen Zeit, mit zahlreichen zukunftswirksamen Entscheidungen für die anstehende Saison, für Rückfragen und Absprachen nicht zur Verfügung, da er sich bei der U20 WM in Edmonton befindet.

„Um eine Eishalle betreiben zu können müssen wir Einnahmen generieren und es müssen Nicht-Einnahmen vermieden werden. Diese zwei oben genannten Punkte im aktuellen Spielplan für die Saison 2022/23 sind für uns als Betreiber absolut geschäftsschädigend. Vor allem in dieser für uns alle schwierigen Zeit kann es nicht sein, dass diese Spielplan-Probleme noch zusätzlich aufkommen. Da muss der Verband komplett anders agieren“, sagt der Geschäftsführer der Gysenberghallen GmbH.