Herner EV

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Zwei anspruchsvolle Aufgaben für den HEV am Wochenende!

vorbericht icefighter moskitos2Vor ziemlich genau einem Jahr gab es die gleiche Konstellation, dass der Herner EV an einem Wochenende (ebenfalls nach der Länderspielpause) zuerst freitags zuhause gegen Leipzig und dann zwei Tage später sonntags auswärts in Essen spielen musste. Beide Begegnungen endeten knapp aber erfolgreich für die Gysenberger, denn sie konnten jeweils mit 2:1 gewinnen. Gegen Leipzig waren es ein früher und ein später Treffer, jeweils von Brad Snetsinger erzielt, die bei zwischenzeitlichem Ausgleich der Gäste zum Erfolg führte. Am Essener Westbahnhof (vor gut 3000 Zuschauern) kam der HEV trotz 0:1-Rückstand noch auf die Siegerstrasse. Keine Frage, beide Siege wurden hart erarbeitet, aber die Mannschaft von Frank Petrozza verdiente sich diese Erfolge durch unermüdlichen Einsatz, Kampfeswillen und Teamgeist.

Diese Tugenden werden auch an diesem Wochenende gefragt sein, wenn es für den HEV wieder heißt: Am Freitag am Gysenberg um 20 Uhr die Icefighters bekämpfen, am Sonntag ab 18:30 Uhr am Westbahnhof sich gegen die Moskitos erfolgreich zur Wehr setzen. „Natürlich ist der Start in die Rückrunde schwer. Aber wir sind bereit und haben uns gut vorbereitet. Die nächsten drei Wochen könnten schon eine erste Vorentscheidung im Kampf um die besten Tabellenplätze bringen. Deshalb werden wir voll motiviert sein und uns wie immer auf das nächste Spiel fokussieren. Leipzig ist eine Top Mannschaft, für mich ist es keine Überraschung dass sie ganz oben stehen. Sie haben sich gut verstärkt. Und über das Derby gegen Essen braucht man gar keine Worte verlieren, da werden noch einmal zusätzliche Energien frei“ erläutert HEV Chefcoach Frank Petrozza.

Nachdem Dominik Luft nach seiner Verletzung aus der Vorbereitungszeit schon einige Trainingseinheiten absolviert hat, wird er nun am Wochenende zu seinen ersten Meisterschaftseinsätzen kommen können. Das eröffnet Frank Petrozza zusätzliche Varianten in der Zusammensetzung der Sturmreihen. Leider wird er nicht auf den DEL-Förderlizenzspieler Philipp Kuhnekath zurückgreifen können. Der wird bei den Krefelder Pinguinen zum Einsatz kommen. Bei dessen Mannschaftskollegen Tom Schmitz hat sich die Befürchtung leider bestätigt, dass sein Trainingsstart vor ein paar Wochen nach der Knieverletzung zu früh kam. Er wird wohl in diesem Jahr nicht mehr aufs Eis gehen können. Da HEV Verteidiger Sebastian Eickmann sich eine schwere Bronchitis eingefangen hat und sein Einsatz am Wochenende mehr als fraglich ist, rückt der Krefelder DNL-Förderlizenzspieler Matthias Onckels in den Herner Kader. Darren Mieszkowski ist leider angeschlagen und kommt für einen Einsatz nicht in Frage. Hinsichtlich möglicher Neuzugänge ist die Situation unverändert: „Wir beobachten weiterhin intensiv den Spielermarkt, aber der gibt an echten und bezahlbaren Verstärkungen wenig her. Deshalb müssen wir uns weiterhin auf unseren Kader konzentrieren“, so Frank Petrozza.

Die EXA Icefighters Leipzig stehen punktgleich mit den Tilburg Trappers an der Tabellenspitze der Oberliga Nord und sind das einzige Team, dass nach 6o Minuten noch nicht verloren hat. Neben 10 Siegen erwischte es die Icefighters lediglich dreimal in der Overtime bzw. im Penaltyschiessen und zwar jeweils auswärts bei den Indians, etwas überraschend in Timmendorf und in Tilburg. Mit Dominik Patocka, Ian Farrel, Hannes Albrecht und Antti Paavilainen stehen gleich vier Icefighters unter den besten 20 der Scorerliste. Maßgeblich verantwortlich für die sportliche Entwicklung der Leipziger ist Trainer Sven Gerike, der mittlerweile die dritte Saison hinter der Bande der Sachsen steht. „Es muss am Freitagabend schon alles stimmen, damit wir diesen Gegner bezwingen können. Aber wir sind zuversichtlich dass uns das gelingen kann und natürlich hoffen wir auf die entsprechende Unterstützung von den Rängen“ richtet Frank Petrozza den Appell an die Fans der Grün-Weiß-Roten. „Wir sind bereit für einen spannenden Eishockey-Abend am Gysenberg und die Fans sicherlich auch.“

Lautstarke Unterstützung von den eigenen Anhängern kann der Herner EV sicherlich auch am Sonntag am Essener Westbahnhof gebrauchen. In der letzten Saison waren die Ruhrpott-Derbys ein absoluter Zuschauermagnet und die 3700 Besucher beim Hinspiel haben gezeigt dass das auch in dieser Saison nicht anders sein wird. Die Moskitos liegen vor dem Wochenende drei Punkte hinter dem HEV und müssen am Freitagabend erst noch ein weiteres Derby in Duisburg bestreiten. Da ist es klar, dass es am Sonntagabend um sehr viel geht. Das Wochenende kann schon richtungsweisend sein, spannend und umkämpft wird es auf jeden Fall sein.